Die Große Koalition legte kürzlich einen Katalog mit geplanten Änderungen des Waffengesetzes, teilweise sicher motiviert durch den Amoklauf von Winnenden, vor.
Darin enthalten ist unter anderem ein Verbot von Spielen wie Paintball oder Laserdrome. Die Argumentation für das Verbot dürfte Fans bestimmter Computerspiele bekannt vorkommen: Beim Paintball, wo mit Farbkugeln auf gegnerische Spieler geschossen wird, werde "das Töten simuliert", erklärte der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Bosbach (CDU) die Verbotspläne gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung.
Paintball, in den 1980er Jahren in den USA erfunden, erfreut sich in den letzten Jahren auch in Europa steigender Beliebtheit. Das zeigt schon die Tatsache, dass es mittlerweile eine organisierte Liga für wettkampfmäßige Spieler, die "European Paintball Series", gibt. An dieser Liga nehmen unter anderem auch Deutsche Teams teil. Diese dürften über das geplante Verbot ähnlich entrüstet sein wie zuvor schon eSportler über die Verbotsdiskussion bei Spielen wie Counterstrike. |